Die anderen

haben die Zeit als kleine, regionale Veranstaltung mittlerweile hinter sich, beinahe ausschließlich schweineteure Topacts auf der Bühne und tausende Besucher auf ihrer Veranstaltung. Oder sie sind der hochbezahlte Topact und haben sich das über die Jahre erarbeitet, indem sie für eine Wochenendtour die Instrumente und Schlafsäcke in ein Auto packten um darin zu übernachten und von Gig zu Gig zu kommen. Sie haben ihr Management, den eigenen Nightliner, Hotels, einen ellenlangen Stage Rider und für ihren Backstagebereich teilweise schon mal recht ausgefallene Ansprüche.

Warum auch nicht, sie haben es sich verdient. Auf kostenlose Fotografen sind sie dabei sicher nicht mehr angewiesen.
48er Festival

Dann gibts noch die anderen anderen. Diese lassen angepisstes Sicherheitspersonal die Besucher ärgern, verlangen unmenschliche Summen für Eintritt und Bierchens und lassen schon mal Gäste wegen "unangemessenem Tanzen" raus schmeißen. Oder die ganz besonderen anderen, die nach ein paar Wochen Quotenklatscherei auf irgend einem Privatsender vor ein paar noch komischeren anderen ihre Seele und Musik verkaufen, sich hinterher selbst nicht mehr kennen und nach denen ein halbes Jahr später zum Glück kein Hahn mehr kräht.

Wir werden wohl eher nicht in den Genuss kommen, so jemandem eine Absage schicken zu können. Das ist dann aber auch das einzig schöne an der Mainstreamschiene.